Deutscher Gewerkschaftsbund

12.03.2020

Der Internationale Frauentag 2020 in der DGB Region Oberbayern in Bildern

Seit über 100 Jahren steht der Internationale Frauentag für den Kampf um Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung von Frauen. In unserer DGB-Region wurden wieder zahlreiche Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauentag angeboten.

 

7. März 2020: Ingolstadt, sh. separater Bericht auf unserer Startseite

 

7. März 2020: Ganz im Zeichen von Wahlen wurde in Bad Reichenhall eine Informationsveranstaltung angeboten. Die örtliche Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler referierte zu 100 Jahre Frauenwahlrecht und rief alle anwesenden Frauen auf, von diesem hart erkämpften Wahlrecht bei den kommenden Kommunalwahlen Gebrauch zu machen. Sie wünschte sich eine hohe Wahlbeteiligung mit ganz vielen Stimmen von Frauen für Frauen.

Im Anschluss daran hatten die Kandidatinnen für die Oberbürgermeister(innen)wahl und für die Stadtratswahl in Bad Reichenhall die Möglichkeit sich vorzustellen.

 

7. März 2020: Im Namen der DGB-Frauen und des DGB-Kreisverbandes Berchtesgadener Land verteilten Güldane Akdemir (KV BGL) und Christa Müller (DGB) Rosen an die Helferinnen bei der Tafel in Bad Reichenhall und bedankten sich bei ihnen für ihr ehrenamtliches Engagement. Auch für die Verteilung an die bedürftigen Frauen, die bei der Tafel Lebensmittel abholen, wurden noch ausreichend Rosen bereitgestellt.

 

8. März 2020: bei einer Matineè des Frauenbündnisses Traunstein konnte die Historikerin Nadja Bennewitz als Referentin begrüßt werden. In ihrem sehr kurzweiligen Vortrag mit dem Titel „Ein Weib – ein Wort – denn es ist nichts langweiliger, als wenn drei Männer hintereinander reden“ begeisterte sie das Publikum auch mit zwischendurch eingespielten originalen Ton- und Filmaufnahmen.

Der Kampf um Frauenrechte seit der „Erklärung der Rechte der Frauen und Bürgerinnen“ 1791 bis in die heutige Zeit wurde sehr eindrucksvoll dargestellt.

 

8. März 2020: Die ASF Burghausen und die DGB Frauen Altötting haben am Nachmittag ins ‚Cafe Rot’ im Bürgerhaus Burghausen eingeladen. Bei der Begrüßung stellten die Organisatorinnen klar, dass es auch heute noch keine Gleichstellung zwischen Männern und Frauen gibt, für gleichen Lohn für gleiche bzw. gleichwertige Arbeit gekämpft werden muss und auch die Fürsorgearbeit in den Familien zu 75 % von den Frauen geleistet wird. Für die anstehende Kommunalwahl riefen sie auf, Frauen zu wählen.

Im Anschluss zeigte die Kabarettistin Franziska Wanninger einen Ausschnitt aus ihrem aktuellen Programm.

 

9. März 2020: Christa Müller, DGB Organisationssekretärin, gab einen Rückblick auf 35 Jahre Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag in Traunreut. Die erste Veranstaltung stand unter dem Motto: „Brot und Rosen“ - für die Referentin immer noch die zentrale Aussage zum Frauentag. Brot steht für Recht auf Arbeit, gerechte Entlohnung, menschengerechte Arbeitsbedingungen und eigenständige soziale Absicherung. Rosen stehen für die Möglichkeit mit Kindern zu leben und gleichzeitig berufstätig zu sein, für familiengerechte Arbeitszeiten, menschenwürdige Wohn- und

Lebensumwelt, Zeit für sich selbst, „kurz: das Leben lebenswert zu machen!“. Genau dafür kämpfen die Frauen seit Einführung des Internationalen Frauentages.

Besonders gerne erinnert sich Christa Müller auch noch an den Frauenstreiktag 1994. Die unterschiedlichsten Frauengruppen demonstrierten gemeinsam unter dem Motto: „Uns reicht’s! Wir fordern halbe – halbe! Frauen müssen die gleichen Chancen im Leben haben wie Männer.“ Stephanie Fenninger, IG Metall-Gewerkschaftssekretärin, berichtete über den Erfolg der im letzten Jahr gestarteten Kampagne „365 Frauentage“.

Anschließend zeigte die Kabarettistin Tanja Kuntze Ausschnitte aus ihrem Musikkabarett ‚Superwoman’.

 

10. März 2020: „Equal Care Day“ war das Thema der Frauentagsveranstaltung der Rosenheimer DGB Frauen. Die Referentin Martha Büllesbach erkärte, dass der Equal-Care-Day am 29. Februar stattfindet. Es soll auf die mangelnde Wertschätzung und unfaire Verteilung von Fürsorgearbeit hingewiesen werden, die zu dreiviertel von Frauen geleistet wird und außerdem, wenn überhaupt, schlechter bezahlt wird.

Ein weiteres Anliegen war der Referentin auf die zunehmende Kommerzialisierung des Internationalen Frauentages hinzuweisen. Immer öfter wird von Unternehmen dieser Tag missbraucht für platte Werbung. Ihnen ist kein Klischee zu schade, wenn sie sich gegenseitig mit Sonderangeboten und Rabatten auf ‚Frauenprodukte’ überbieten um möglichst viel Profit zu machen.

Anschließend zeigten RigoL und tOrF den Sketch „Mal Mär, mal wenigER“ von der unGleichen Verteilung von Arbeit in einem deutschen Durchschnittshaushalt. Ein Sketch mit erhobenem Finger zur Lage unserer Nation.

 

11. März 2020: ASF Burghausen und die DGB Frauen Altötting haben zu einem Filmabend in Burghausen eingeladen. Gezeigt wurde der Film „Die Berufung“ der vom emanzipatorischen Kampf der Richterin Ruth Bader Ginsburg erzählt, die an Gerechtigkeit glaubte und mit einem bahnbrechenden Fall vor Gericht zog.


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19.03.2019
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