Deutscher Gewerkschaftsbund

23.07.2018
Region Oberbayern

DGB Vortrag: Demenzsymptome behandelbar!

Kreisverband Altötting

Gruppe

DGB

Der DGB Kreisverband Altötting lud in Zusammenarbeit mit dem ver.di Ortsverein  zu einem öffentlichen Vortrag zum Thema "Demenzsymptome sind behandelbar" in das Bürgerhaus Burghausen ein. Als Referent konnte dazu Prof. Dr. med. Elmar Gräßel  von der Universität Erlangen gewonnen werden. Er stellte in seinem Vortrag fest: "Mit der MAKS-Methode können die Auswirkungen von Demenz erheblich verlangsamt werden." 

Prof. Gräßel wies anfänglich darauf hin, dass die derzeitige pharmakologische Wissenschaft kein Medikament zum Stopp der Demenz-Erkrankung, außer Ruhestellung des Patienten, entwickelt oder erforscht habe. Erwiesen sei dagegen, dass mit Demenz erkrankte Menschen, die nach der MAKS Methode behandelt wurden, einen wesentlich besseren Gesundheitszustand aufweisen. Erforscht hatte das die Universität Erlangen in einer Langzeitstudie. Hier wurde in Pflegeeinrichtungen bei einer Gruppe von Menschen die MAKS Methode angewandt. Bei den anderen Teilnehmern der Studie wurde das sonst übliche Tagesprogramm durchgeführt. Nach einem halben Jahr wurde festgestellt, dass bei der Gruppe ohne MAKS Behandlung der Gesundheitszustand gegenüber der anderen schleichend schlechter wird. In dem MAKS Forschungsprojekt der Universität Erlangen und der Diakonie Neuendettelsau wurde eine motorische, alltagspraktische, kognitive und spirituelle Aktivierungstherapie für Menschen in Pflegeinrichtungen entwickelt. Wichtig sei, so Professor Gräßel, die gezielt individuelle Findung der Behandlung in steter Verbindung mit der Gruppe. Die vielen Fragen der Veranstaltungsbesucher zeigten, wie groß das Interesse zum Thema Pflege in Familie und in Pflegeheimen ist.

 

Demenz

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