Deutscher Gewerkschaftsbund

16.05.2017

Sozialwahlen 2017

Wählen Sie noch bis Ende Mai ihre gewerkschaftlichen Listenvertreter

Eingeladen vom DGB Stadtverband Ingolstadt, fanden sich zahlreiche Interessierte im Ingolstädter Gewerkschaftshaus ein, um an der Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung“ teilzunehmen.

Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den DGB-Stadtverbandsvorsitzenden Bernhard Stiedl übernahm Christian De Lapuente, DGB Organisationssekretär, die Moderation der Diskussionsrunde. Teilnehmer waren Matthias Jena, alternierender Vorsitzender der AOK Bayern und DGB-Chef in Bayern, Ivor Parvanov, alternierender Vorsitzender der AOK Bayern und Geschäftsführer der Abteilung Sozial- und Gesellschaftspolitik der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, und Jörg Schlagbauer, Vorsitzender der IG Metall Audi und alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrates BKK im Landesverband Bayern.

Nachdem berichtet wurde, aus welchen Beweggründen sich jeder der anwesenden Diskussionsteilnehmer dazu entschlossen habe, in der Selbstverwaltung einer Krankenkasse aktiv zu sein, entbrannte eine hitzige Diskussion auf dem Podium. Matthias Jena betonte als Vertreter der Versichertenseite, wie wichtig es sei, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer denselben Anteil für die gesetzliche Krankenversicherung bezahlen würden. „Die Zusatzbeiträge sind ungerecht und müssen endlich weg! Es ist Zeit für die paritätische Finanzierung!“, forderte er eindringlich und der zustimmende Applaus aus dem Saal gab ihm Recht. Jörg Schlagbauer befürwortete dies und gab nach einer Schilderung aus seinen Erfahrungen dem anwesenden Arbeitgebervertreter mit auf dem Weg, dass eine solidarische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung unabdingbar sei. Ivor Parvanov nahm dies an, auch wenn er nicht ganz derselben Ansicht war. In einem Punkt jedoch waren sich die Podiumsteilnehmer dann doch noch einig: Dass die Menschen bis Ende Mai ihr Recht auf Mitbestimmung nutzen und wählen gehen sollen!

In vielen Bereichen der Sozialversicherungen sind Friedenswahlen und somit ist kein Wahlvorgang nötig. Wer allerdings von seiner Rentenversicherung oder Krankenversicherung Wahlunterlagen zugesendet bekommt, sollte sich an der Wahl beteiligen und damit die Gewerkschaften im DGB unterstützen, damit die Versicherten auch weiterhin eine starke Stimme bei den Versicherungsträgern haben.   

 

Teilnehmer der Podiumsdiskussion

v.l.n.r.: Ivor Parvanov, Matthias Jena, Jörg Schlagbauer, Bernhard Stiedl, Christian De Lapuente DGB Oberbayern


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