Deutscher Gewerkschaftsbund

01.05.2018
Solidarität. Vielfalt. Gerechtigkeit.

1. Mai in Ingolstadt

Lautstark zog der Demonstrationszug am Paradeplatz ein und etwa 1.400 Menschen versammelten sich dort, um gemeinsam den Tag der Arbeit zu feiern.

Bernhard Stiedl, der Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Ingolstadt, begrüßte die anwesenden Gäste und forderte sie in seiner Rede dazu auf, den 1. Mai als den Tag zu feiern, an dem für soziale Gerechtigkeit und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland und Europa gekämpft werde. "Wir alle stehen für die demokratische Mehrheit in unserem Land, wir stehen für die Menschenwürde, wir stehen für soziale Gerechtigkeit, wir stehen für Weltoffenheit, und wir stehen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt", appellierte er eindringlich. "Und wir sagen den Feinden der Demokratie - ihr werdet unsere Gesellschaft nicht spalten!"

Der Oberbürgermeister der Stadt Ingolstadt, Christian Lösel bedankte sich für die vertrauensvolle Arbeit mit den Gewerkschaften und kündigt an sich noch stärker für den Wohnungsbau zu engagieren.

Maximilian Resch von der DGB-Jugend forderte ein Bildungsfreistellungsgesetz in Bayern, das den Beschäftigten und auch den Auszubildenden erlaube, zehn Tage freigestellt zu werden.

Christian De Lapuente, DGB-Organisationssekretär, prangerte an, dass Bayern dringend ein Tariftreue- und Vergabegesetz brauche. 

Als Hauptredner war Fritz Schösser, der ehemalige Bezirksvorsitzende des DGB Bayern, zu Gast. "Die produktive Arbeit hat sich nicht mehr nach der Finanzlage zu richten, sondern die Finanzen müssen geschaffen werden für die Herstellung produktiver Arbeit", zitierte er Kurt Eisner, den ersten Ministerpräsidenten Bayerns. "Was notwendig ist, dafür muss Geld da sein, und wenn das Geld nicht da sein sollte, so muss das ganze System von Grund auf geändert werden." Neben den aktuellen Themen (u.a.) Sicherheit, Automobilindustrie und Hartz IV ging er auch auf die Flüchtlingspolitik ein. Er appellierte an die Nächstenliebe, und dass die Christlichen Werte gelebt werden müssen! Und es dabei um mehr ginge als um Obergrenzen und leere Worthülsen. Schein und Wirklichkeit bei der Flüchtlingspolitik fielen sehr weit auseinander. Zudem prangerte er an, dass bezahlbarer Wohnraum immer knapper und teurer werde und sich viele junge Familien - trotz der angepriesenen Förderungen wie zum Beispiel dem geplanten Baukindergeld - kein Eigenheim leisten könnten. Das könne so nicht hingenommen werden!
Er forderte die Teilnehmer eindringlich auf, sich gegen diese ganzen Dinge aktiv zur Wehr zu setzen. 

Steffi Kempe, die stellv. Vorsitzende des Stadtverbandes Ingolstadt, ging in ihrem Schlusswort kurz auf die erfolgreichen Tarifverahndlungen im öffentlichen Dienst mit dem Bund und Kommunen ein. Anschließend bedankte sie sich bei den anwesenden Rednern und Gästen, und traditionell stimmten sie zum Abschluss der Maiveranstaltung das Arbeiterkampflied "Brüder, zur Sonne, zur Freiheit" an.

 


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