Deutscher Gewerkschaftsbund

12.07.2017

Rudi Fertl bleibt DGB Vorsitzender in Miesbach/Bad Tölz

Einstimmig wählten die Delegierten der DGB Kreisverbandskonferenz Miesbach/Bad Tölz erneut Rudi Fertl zum Kreisverbandsvorsitzenden. In seinem Referat zum Thema "Stimme für Gerechtigkeit und Solidarität" stellte Günter Zellner, Regionsgeschäftsführer des DGB in Oberbayern, die Forderungen der Gewerkschaften zur anstehenden Bundestagswahl vor. Die Bereiche Alterssicherung, gute Arbeit und handlungsfähiger Staat standen dabei im Mittelpunkt. 

Im Geschäftsbericht der letzten vier Jahre stellte Rudi Fertl die erfolgreiche Arbeit des DGB Kreisverbandes da. Es wurden jedes Jahr am 1. Mai, dem "Tag der Arbeit", zwei Veranstaltung (Hausham und Schliersee) durchgeführt. An der Jugendherberge auf dem Sudelfeld fanden ebenfalls jährlich Veranstaltungen zum Gedenken an die dort in der NS-Zeit untergebrachten Zwangsarbeiter statt. Ein besonderes Highlight sind die gemeinsamen Arbeitnehmerempfänge mit dem DGB Rosenheim. Im Jahr 2017 wurde dieser als Festabend zu „70 Jahre Gründung des Bayerischen Gewerkschaftsbundes“ durchgeführt. Zuletzt war der Kreisverband auch im Rahmen der DGB Rentenkampagne vor Ort aktiv. 

Günter Zellner, Regionsgeschäftsführer des DGB in Oberbayern sagte in seinem Referat: "Wir haben Vorschläge zur Zukunft der Rente, die schnell umsetzbar sind und auch finanziert werden können". Der DGB will das Rentenniveau auf dem derzeitigen Stand von rund 48 Prozent stabilisieren und langfristig wieder erhöhen. Auch zur Steuerpolitik hat der DGB gute Vorschläge gemacht. Auch die Forderung des DGB, die paritätische Finanzierung der Krankenversicherung wieder herzustellen, fand bei den Anwesenden großen Anklang.

 

 

Delegiertenkonferenz MB Tölz

DGB


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19.05.2017

DGB gedenkt Zwangsarbeitern

Zur Erinnerung an die während der NS-Zeit auf dem Berghaus Sudelfeld zur Zwangsarbeit verpflichteten KZ-Häftlinge veranstaltet das DGB Ortskartell Schliersee alljährlich Anfang Mai eine Gedenkveranstaltung. An der Gedenktafel an der heutigen Jugendherberge Sudelfeld wurde durch den DGB ein Blumengebinde niedergelegt. Die Gedenkworte vor rund 30 Teilnehmern sprach Hans Pawlovsky, SPD AfA-Vorsitzende des Landkreises Miesbach. Er forderte die Anwesenden Jugendlichen auf „wachsam zu sein“ und dem neu aufkommenden Rechtsextremismus entscheiden entgegen zu treten.

Vielerorts haben sich zur NS-Zeit Außenlager des Konzentrationslagers Dachau ausgebreitet, die sich wie ein eigenes Netz über ganz Oberbayern gelegt haben. So auch am Sudelfeld. Das 1938 errichtete Berghaus diente während des NS-Terror-Regimes als SS-Erholungsheim. Von 1940 bis 1945 leisteten zeitweise über 150 Häftlinge des KZ Dachau hier Zwangsarbeit. Von ihnen wurde auch die Straße zum Berghaus gepflastert. Am 6. Mai 1945 befreiten amerikanische Soldaten zehn Häftlinge und nahmen die verbliebenen SS-Männer fest.

Zur Erinnerung an die während der NS-Zeit auf dem Berghaus Sudelfeld zur Zwangsarbeit verpflichteten KZ-Häftlinge organisiert das DGB Ortskartell Schliersee zusammen mit dem SPD Ortsverein Schliersee alljährlich eine Gedenkveranstaltung.


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