Deutscher Gewerkschaftsbund

19.05.2017

DGB gedenkt Zwangsarbeitern

Zur Erinnerung an die während der NS-Zeit auf dem Berghaus Sudelfeld zur Zwangsarbeit verpflichteten KZ-Häftlinge veranstaltet das DGB Ortskartell Schliersee alljährlich Anfang Mai eine Gedenkveranstaltung. An der Gedenktafel an der heutigen Jugendherberge Sudelfeld wurde durch den DGB ein Blumengebinde niedergelegt. Die Gedenkworte vor rund 30 Teilnehmern sprach Hans Pawlovsky, SPD AfA-Vorsitzende des Landkreises Miesbach. Er forderte die Anwesenden Jugendlichen auf „wachsam zu sein“ und dem neu aufkommenden Rechtsextremismus entscheiden entgegen zu treten.

Vielerorts haben sich zur NS-Zeit Außenlager des Konzentrationslagers Dachau ausgebreitet, die sich wie ein eigenes Netz über ganz Oberbayern gelegt haben. So auch am Sudelfeld. Das 1938 errichtete Berghaus diente während des NS-Terror-Regimes als SS-Erholungsheim. Von 1940 bis 1945 leisteten zeitweise über 150 Häftlinge des KZ Dachau hier Zwangsarbeit. Von ihnen wurde auch die Straße zum Berghaus gepflastert. Am 6. Mai 1945 befreiten amerikanische Soldaten zehn Häftlinge und nahmen die verbliebenen SS-Männer fest.

Zur Erinnerung an die während der NS-Zeit auf dem Berghaus Sudelfeld zur Zwangsarbeit verpflichteten KZ-Häftlinge organisiert das DGB Ortskartell Schliersee zusammen mit dem SPD Ortsverein Schliersee alljährlich eine Gedenkveranstaltung.


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